Ski foan und schlemmen wie ein Kaiser

Hallo Welt,

der letzte Blogeintrag liegt schon wieder einige Zeit zurück und vielleicht hat auch schon der ein oder andere von euch gedacht, auf der Seite Normalkocher passiert gar nichts. Ich gebe zu, es war in den letzten Wochen einfach nicht möglich, Zeit für einen Eintrag zu erübrigen. Termine, Termine, Termine.

Wozu habe ich diesen Blog erstellt? Genau, um eine Alternative zur täglichen Arbeit zu haben und von kulinarischen Erfahrungen, leckeren Rezepten und meinen Küchenerlebnissen zu berichten. Heute möchte ich euch aus Österreich erzählen.

Anfang Februar bin ich in den Skiurlaub gefahren. Seit einigen Jahren verbringe ich diesen in der Salzburger Skiregion, genauer gesagt zwischen Kitzsteinhorn, Schmittenhöhe und Saalbach-Hinterglemm. Wir wohnen dort in einer Familienpension mit Halbpension – Gästehaus Klawunn, und fahren dann mit dem Skibus oder dem Auto zum Skigebiet. Je nach Wetterlage oder Lust entscheiden wir, wohin. Das Gästehaus liegt dafür sehr günstig, nämlich an der Kreuzung zwischen Kaprun und Zell am See. Markus Klawunn ist ein großartiger Gastgeber und ich spreche hier gern meine besondere Empfehlung aus.

In der Pension gibt es abends ein fantastisches, sehr reichhaltiges Abendessen mit Vorspeise, Suppe, Salat, Hauptgericht und Dessert. Ihr könnt euch vorstellen, dass die österreichische, familiär geführte Küche uns jeden Abend sehr verwöhnte und wir immer noch versuchen, von den Pfunden runter zu kommen.

Zum Glück ist es ja ein Sporturlaub und wir gehören zu den Skifahrern, die morgens gern die ersten am Lift sind und nicht nach dem Mittagessen die Talabfahrt nach Hause nehmen. Wenn wir dann auf der Hütte nur eine „Kleinigkeit“ essen, hat jeder Abends auch wieder richtig Hunger.

Im Skigebiet Saalbach-Hinterglemm ist eine Hütte besonders empfehlenswert: Die #AlteSchmiede in #Leogang am Asitz. Erzählen möchte ich euch von von zwei wirklich genialen Gerichten, die in der alten Schmiede in Perfektion zubereitet werden. Es lohnt sich eben auch beim Einkehrschwung auf Qualität zu achten.

Zweierlei aus der Knödelwerkstatt – Spinat- und Kaspressknödel auf Sauerkraut mit Nussbutter und Parmesan

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Hausgemachter Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster, Apfelmus und Marillenröster

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Hier der Link zur Speisekarte. Vorsicht! beim Lesen, es kommt unweigerlich ein „Hüngerchen“ auf.

Was wirklich sehr überraschte, war die Kombination Sauerkraut mit Parmesankäse. Und ich kann euch sagen, es ist der Knüller. Probiert es aus! Spinatknödel findet man in allerlei Machart und Variation, unter anderem als Malfatti in der italienischen Küche. Hierzu folgt in der nächsten Zeit noch ein eigener Blogeintrag. Und meine Güte – die Nussbutter. Wie um alles in der Welt macht man die sooo gut?

Für Kaiserschmarrn gibt es ebenso viele Rezepte. In unserer Pension wird er mit Rum flambiert und eher kross serviert. Ich mag es ehrlich gesagt lieber „teigiger“, größere Stücke und mit diesen wahnsinnig leckeren Marillen – und Zwetschgenröster. Ich habe ein Rezept von Verwandten aus Bayern. Und ja, es kommt darauf an, wie es gelingt, ist jedenfalls nicht immer gleich. Rezepte sind ja sowieso nur so etwas wie Hilfslinien. Familienrezepte ganz besonders. Die echten Tricks und Kniffe verrät sowieso keiner. Oder man weiß gar nicht, dass genau dieser Handgriff den Unterschied macht. Am besten man kocht zusammen 🙂 und schaut sich alles ab. Hier das Rezept:

Kaiserschmarrn für 3-4 Personen

  • 150g Mehl
  • 40g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
    • in einer Schüssel vermengen
  • 20ml Milch
  • 6 Eigelb, schaumig geschlagen
  • 80g Rosinen (möglichst über Nacht in Rum eingelegt)
    • unterrühren
  • 6 Eiweiß mit 2 Messerspitzen Salz richtig steif schlagen
    • den Eischnee vorsichtig unterheben.
  • In einer ausreichend großen Pfanne Butter erhitzen, Teigmasse einfüllen und bei kleiner Hitze braten, bis die Unterseite leicht gebräunt ist. Immer wieder wenden, bis alles leicht angebraten ist. Dabei gleich zerreißen.
  • Wer’s mag: mit Puderzucker bestreuen und im Backofen kandieren. Sonst auf Tellern verteilen und der wartenden Meute servieren.

Viel Spaß und Genuss in eurem Skiurlaub, falls ihr noch fahrt und sonst einfach alles Liebe,

euer Michael

 

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