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Zimtschnecken

Wer mag keine Zimtschnecken? Genau.
Hier ist das Rezept mit einem Hefeteig, der dir gelingt

Wer mag keine Zimtschnecken?

Genau, hab ich mir schon gedacht. Dieses leckere Gebäck habe ich 1981 in Schweden zum ersten Mal gekostet und mich gleich nach einem Familienrezept erkundigt. Oh je, wie lange das her ist! Und das Rezept ist natürlich auch verloren gegangen.

Meine Töchter backen inzwischen auch sehr gern Zimtschnecken und – sie können es auch richtig gut! Wahrscheinlich besser als ich. Ich bin also in der Pflicht. Nützt nichts, ran an den Herd. Fangen wir also mit den Ratschlägen an. Hefeteig ist ja so eine Sache. Was ich so von Anderen höre:

  • gelingt mir immer, kein Problem. …
  • mach ich immer mit Trockenhefe!
  • ist mir zu kompliziert…
  • klappt bei mir nie!
  • Oh da musst du unbedingt…
  • Also ich mache immer…

Es folgt folgerichtig meine eigene Liste von Ratschlägen und Hinweisen, die ich von Mutter, Tochter, Freunden oder Blog-Kollegen aufgeschnappt habe:

  • Salz sollte nie direkt an die Hefe kommen
  • Die in Milch aufgelöste Hefe mindestens 5 Minuten stehen lassen
  • ich verwende lieber eine Metall- oder Keramikschüssel für den Teig
  • Alle Zutaten sollten warm sein, auch das Ei
  • Hefe braucht Nahrung, daher etwas Zucker in den Vorteig streuen
  • Besser die Butter schmelzen als hart verarbeiten
  • Das „Gehen“ des Teigs braucht Zeit, also rechtzeitig anfangen
  • Hefeteig muss mindestens 5 Minuten ordentlich geknetet werden
  • Der Teig darf keinen Zug bekommen

Ich freue mich auf Kommentare und deinen ultimativen Tipp!

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Jetzt kommt das Rezept. (endlich) Ich nehme weniger Zucker. Das ist natürlich Geschmacksache.

Zutaten:

  • 300g Weizenmehl Typ 550 oder 1050
  • 40g frische Hefe
  • 75g Zucker
  • 1 kleine Tasse Milch (ca 100ml)
  • 120g geschmolzene Butter oder Margarine, die aber nicht heiß sein darf
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Für die Füllung:

  • 40g geschmolzene Butter oder Margarine
  • 30g Zucker
  • 1 gehäuften EL Zimt

 

Zuerst verrühre ich die Hefe in ca. 35°C, also handwarm erwärmter Milch. Die Hefe sollte vollkommen aufgelöst sein und rund 5 Minuten in der Milch stehen bleiben, bevor sie weiter verarbeitet wird. In dieser Zeit siebe ich das Mehl in eine Backschüssel.

In das Mehl mache ich eine Vertiefung und gebe die Hefe-Milch-Mischung hinein. Vom Zucker streue ich etwas auf die Hefe-Milch. Diesen Vorteig lasse ich bei 50°C im Backofen etwa 45 Minuten mit einem Tuch zugedeckt gehen.

Nun gebe ich dem Teig 75g Zucker, ein Ei, die 120g geschmolzene Butter und die Prise Salz zu und verarbeite alles mit Knethaken oder mit den Händen zu einem glatten Teig. Es muss lange geknetet werden. Sollte der Teig zu sehr am Schüsselboden oder am Rand kleben, füge ich noch etwas Mehl zu.

Jetzt kommt der Teig noch einmal für 20-30 Minuten zugedeckt bei 50°C in den Ofen. Alternativ kann man den Teig auch auf der Heizung oder an einem warmen Ort gehen lassen. Hefeteig darf aber keinen Zug bekommen. Es muss wirklich warm sein.

In der Zwischenzeit die 40g Butter schmelzen und mit 30g Zucker mit dem EL Zimt verrühren.

Den Teig noch einmal gut durchkneten. Er sollte nun nicht mehr kleben und richtig elastisch sein. Für das Ausrollen brauchst du immer etwas Mehl für die Hände, die Arbeitsplatte und die Teigrolle. Perfekt ist ein Backbrett, wenn du so etwas hast. Ich abriete auf der Küchenarbeitsplatte.

Teig also mit Mehl auf dem Untergrund und der Rolle auf etwa 2-3 mm ausrollen und mit der Butter-Zucker-Zimt-Mischung bestreichen. Am besten geht das mit einem Backpinsel.

Den Teig von der langen Seite her aufrollen und in Daumendicke Scheiben schneiden. Diese auf einer gefetteten Auflaufform verteilen oder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Schau dir die Bilder an, dann weißt du was du tun willst. Bei 175°C im Backofen bei Umluft etwa 20 Min backen. Sie sollten Farbe bekommen aber nicht zu dunkel werden.

Wenn sie fertig aus dem Ofen kommen, kannst du sie noch mit etwas Butter bestreichen, dann glänzen sie mehr. In Schweden streut man vor dem Backen Hagelzucker drüber. Ich backe sie mit weniger Zucker, daher hab ich das nicht gemacht. Zuckerguss ist auch beliebt.

Lasst es euch schmecken und viel Freude mit diesem, hoffentlich auch dir gut gelingenden Rezept!

Von normalkocher

Kochen ist mein Hobby. Und ich fotografiere mein Essen. Immer dann, wenn es fertig ist und auf den Tisch kommt. Ohne Gedöns. Ich probiere gern Neues aus und lege Wert auf Bio-Qualität. Meist essen wir zu Hause pesketarisch. Im Restaurant wähle ich ab und zu schon einmal Fleisch. Mir ist eine bewusste Ernährung dabei sehr wichtig.

2 Antworten auf „Zimtschnecken“

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